Cover: Two Choices: Longest Journey
Cover: Two Choices: Longest Journey

Die Band „Two Choices“ aus Brighton wurde 1998 von 14jährigen Jungs gegründet. Seitdem spielten sie mehr als 400 Gigs in UK und Europa. Beeinflusst werden „Two Choices“ von Bands wie The Beatles, The Killers, Bon Jovi, Guns’n’Roses, McFly, Blink 182, Oasis, The Who, The Foo Fighters, Elton John und vielen mehr. Eine wahrlich bunte Mischung. Nun erschien dieses Jahr ihr Debütalbum „Longest Journey“ und die erste Singleauskopplung trug den Namen „Take Your Hands Off Me“.

Es ist schon etwas seltsam, ein erstes Mini-Album „Longest Journey“ zu nennen, aber nach ihrem halben Leben in der Band nutzten sie die 10 Jahre, um ein Instrument zu lernen, in einer Band zu spielen, zu lernen wie man Songs schreibt, Songs zu schreiben, Poster zu machen, den Bus zu laden, viele Kilometer zu fahren, Junkfood zu essen, Lautsprecher zu tragen, Banner aufzuhängen, test test 1-2-1-2, einen Gig zu spielen, viel zu schwitzen, Demos und T-Shirts zu verkaufen, Gitarren zu verlieren, Bassisten zu vergessen, Freunde zu gewinnen, in Zelten zu schlafen, vor 3 Leuten zu spielen usw. usw.

Und ich denke das zeigt deutlich, dass die Jungs in den 10 Jahren wirklich viel erlebt haben und der Album-Titel „Longest Journey“ gut ausgewählt wurde.

Line-Up:


Tracklist:

  1. Take Your Hands Off Me
  2. Get Away
  3. Through To You
  4. Start It Over
  5. Story Of My Life
  6. Night To Remember
  7. Longest Journey

Irgendwie bin ich ja schon froh, dass die Jungs nun alle über 20 Jahre alt sind – von Teenie-Bands bin ich nämlich nicht so begeistert. Vom Albumcover schauen mich vier smarte Jungs an, deren Foto auch locker von einer Boyband stammen könnte. Und der erste Höreindruck geht schon ein wenig in die Richtung „Kommerzielle Musik“, aber nach dem nächsten Hördurchgang stelle ich fest, dass es wirklich nur ein erster – und ziemlich falscher – Eindruck war. Gerne werden catchy Melodien mit kommerzieller Musik gleichgestellt. Aber was ist so falsch daran, wenn ein Song direkt ins Ohr geht? Man muss hören, dass in die Musik sehr viel Arbeit und Spielfreude eingeflossen ist und die CD nicht in einer Woche schnell fertiggestellt wurde, nur damit man etwas verkaufen kann. Die Musik der Jungs aus Brighton besteht aus tollen Gitarrenriffs, einem noch tolleren Gesang und eingängigen Melodien, die sofort ins Ohr gehen. Kurz gesagt: Power-Pop vom Feinsten und durchaus Pogo-geeignet! Ich würde sogar sagen, dass das die beste CD in dieser Richtung ist, die ich in den letzten Monaten gehört habe. Der Sound erinnert mich ein wenig an die späten 80er und frühen 90er Jahre. Einziger Nachteil: Die CD ist mit 7 Tracks einfach viel zu kurz. So bleibt zu hoffen, dass bald ein Nachfolger nachgereicht wird. Von diesen Jungs will man mehr hören und ich kann mir gut vorstellen, dass sie schon nächstes Jahr die Bühnen Europas rocken werden. Vielleicht sogar auf einigen großen Festivals. 9/10 Punkte!


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