Cover: The BossHoss - Do Or Die
Cover: The BossHoss - Do Or Die

Howdy – entweder man liebt diese Band oder man hasst sie. Für die einen sind „The BossHoss“ Musiker im Cowboykostüm, die munter Songs covern und ihnen diesen typischen Cowboy-Touch verpassen, für die anderen ist es einfach eine grandiose Rock-Band, die unverwechselbar anders ist und sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und ihren eigenen unverwechselbaren Stil gefunden hat. Und zu diesen Personen gehöre auch ich. Vor 5 Jahren trafen sich 5 Deutsche aus Ost und West mit 2 Freunden aus Russland und Frankreich und beschlossen, zusammen Musik zu machen. Damals konnte noch keiner ahnen, dass diese Band einmal unter den erfolgreichsten deutschen Bands sein wird. Alles begann mit einem Sommeralbum mit eigenwilligen Coverversionen und mittlerweile haben „The BossHoss“ ihren ganz persönlichen Rockstyle entwickelt. Das zeigen sich ganz deutlich auf ihrem am 19.06.2009 erscheinenden Album „Do Or Die“.

Tracklist:

  1. Last Day
  2. Eageleize It
  3. Boon And Brain
  4. Jelly Bean
  5. Break Free
  6. 21st Century Buttkickin‘ Love Affair
  7. Go! Go! Go!
  8. Rock On Rock
  9. Wolf Call
  10. Close
  11. Quick Joey Small
  12. Shake Your Hips
  13. Guitars And Cars
  14. Crazy About Mary

Los geht’s mit der Singleauskopplung „Last Day“, die schon ungewöhnlich hart rüberkommt. Aber um den „The BossHoss“-Fan der ersten Stunden nicht zu schocken, hat die Band auch ruhigere Countrynummern wie „Eagelize It“ und „Jelly Bean“ auf das Album gepackt. Die sind auch mal wieder typisch The BossHoss und fordern zum tanzen auf. „Jelly Bean“ ist mein absoluter Favorit – denn mit Geige, Mundharmonika und einem treibenden Rhythmus gehts wieder ans Eingemachte und lässt dem geneigten Country, Rockabilly und Rock-Musik Fan das Adrenalin ins Blut fließen. Der Song „Rock On Rock“ klingt so wie er heisst. Die knackigen Rock-Gitarren zeigen einem sofort wo es langgeht und rocken richtig los. Besonders gut kommt hier der abwechselnde Gesang von Hoss und Boss rüber und das Gitarrensolo hats richtig in sich. Fast schon etwas dreckig punkig dröhnt der Song „Quick Joey Small“ aus den Boxen – hier durfte auch mal eine weibliche Gesangsstimme den Refrain an sich reissen. Sehr ungewohnt anfangs, aber es passt so gut, dass man sich einfach schnell daran gewöhnt.

Das Album ist eine tolle Mischung aus gewohnten Rhythmen und neuen Ausflügen in die härtere Rockwelt. Der „The BossHoss“-Fan wird nicht enttäuscht – er wird sich anfangs vielleicht an die eher härtere Gangart gewöhnen müssen. Ich jedenfalls war positiv überrascht und bin der festen Meinung, dass die Jungs ihr „Cowboy“ Image teilweise abgeschüttelt haben. Die Leute, die „The BossHoss“ wegen gerade diesem Image etwas belächelt haben sollten sich das neue Album auf jeden Fall mal reinziehen – und wer dann noch der Meinung ist, dass die Jungs ohne ihr Pferd verloren sind, dem kann nicht mehr geholfen werden. Die Musik klingt weniger nach Pferd, sondern eher nach einem schönen Ford Mustang oder einer Harley.

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