Cover: Skull Daze - Skull Daze Jeder kennt die Situation: Es kotzt einen alles an und man will unbedingt etwas tun, bei dem man anständig in die Ärsche anderer treten kann. Da Gewalt aber keine Lösung ist, sollte man sich ein Beispiel an der italienischen Band „Skull Daze“ nehmen, deren Frontmänner Johnny Rainbow und Joey London 2007 beschlossen, eine Rock’n’Roll Band zu gründen. Gesagt, getan – man traf sich mit Acey Starlight und Ico und stellte etwas auf die Beine. Kurz nachdem einige Songs fertig waren absolvierte man bereits die ersten Auftritte. Dass die Band es wirklich versteht Ärsche zu kicken zeigt ein Gig im „Blue N joy“ Club in Rom, der viel zu schnell zu Ende ging, da die Band wohl zu laut war. Zu laut? Geht das bei zünftigem Rock’n’Roll überhaupt? 2008 gewannen „Skull Daze“ eine CD-Aufnahme und machten den ersten Line-Up Wechsel durch: „The President“ sollte in Zukunft auf die Drums einprügeln und „Danny Slade“ wurde als zusätzlicher Gitarrist angeheuert. 2010 unterschrieb man einen Plattenvertrag bei „Street Symphonies Records“ und veröffentlichte am 14.05.2010 das full length Album „Skull Daze“.

Line-up:

Tracklist:

  1. Intro
  2. Back To Hell
  3. Nothin‘
  4. Heartbreak City
  5. Believe
  6. Turn It Down
  7. Beware
  8. Heartless Love
  9. Dirty Girl
  10. Nowhere To Run
  11. Sex, Drugs And Rock N‘ Roll

Ich gebe zu, der „urban Sound“ mit Sirenengeheul im Intro hat mich anfangs schon ein wenig verwirrt, weil es das doch eigentlich bei den typischen 80er Jahre Sleaze und Glam Platten so nicht gab. Bei den Neueren Veröffentlichungen scheint das aber ziemlich modern geworden zu sein, denn auch die „Nasty Idols“ griffen bei den Aufnahmen ihrer letzten Scheibe in diese Effektkiste. Schnell wird auch klar, dass die „Skull Daze“ Jungs keinen sonnengeschwängerten Strand-Gute-Laune-Sound machen wie man ihn von einigen Sleaze-Rock-Bands gewohnt ist. Hier zeigt man sich von der etwas böseren und dunkleren Seite wie man sie teilweise von Mötley Crüe oder auch Ratt gewohnt ist. Ab und zu blitzt auch ein wenig Def Leppard hervor wie z.B. in „Heartbreak City“. Hier kommt zwar ein ganz klein wenig die Sonne raus, aber man fühlt sich dennoch mehr wie in einer düsteren Seitengasse als wie auf dem Sunset Boulevard ;-) „Believe“ überzeugt mit seinen Metal-Shouts und „Dirty Girl“ kommt schön derb rüber und schlägt uns einen absoluten Ohrwurmrefrain um die Ohren. Auf Balladen wurde glücklicherweise verzichtet, so dass das Album von vorne bis hinten rockt was das Zeug hält. 80er Jahre Rock wie man ihn kennt und liebt. Der obligatorische Song mit dem Titel „Sex Drugs and Rock’n’Roll“ darf natürlich auch nicht fehlen.

Ein wirklich druckvoll gespieltes und produziertes Sleaze-Rock-Scheibchen was eindrucksvoll veranschaulicht, dass gute Sleaze-Rock-Bands nicht immer wie gewohnt aus Skandinavien kommen müssen. Es wird mal wieder Zeit einem Album volle Punktzahl zu vergeben und die Jungs aus Rom haben sich das auch wirklich verdient – 10/10 Punkte!

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