Bullet 15.45 – 16.30
Crucified Barbara 16.50 – 18.40
Heaven Shall Burn 19.10 – 20.10
Grave Digger 20.40 – 21.55
Hammerfall 22.25 – 23.55

Bisher bin ich noch nicht auf dem Rock Hard Festival gewesen, aber da ich die Karte geschenkt bekommen hatte, war ich dieses Jahr mit dabei. Die ersten Bands fangen Freitags schon um 15.45 an, die konnte ich nicht sehen, da ich noch bis Nachmittags arbeiten musste. Bullet, Crucified Barbara und Cararact habe ich also verpasst. Aber pünktlich zu Heaven Shall Burn um 19.10 waren wir auf dem Gelände. Zum Glück ist ja die Anbindung mit Bus und Bahn ziemlich gut. Von der Haltestelle aus geht man zunächst über eine Park-/Campingfläche. Und direkt am allerersten Zelt direkt bekannte Gesichter, einige Kollegen trifft man irgendwie überall. Tja, auf dem Rock Hard Festival sind an diesem Wochenende schliesslich viele Metaller anzutreffen.

Dann aber weiter, an den Fressbuden vorbei. Erstmal Bändchen holen. Und unterwegs immer wieder Leute begrüßen. Hier muss irgendwo ein Nest sein.. Für die Bändchenausgabe waren genug Schalter geöffnet, so dass man zum Glück nicht lange warten musste. Auch der Einlass klappte schnell und problemlos. Super war, dass man nichtalkoholische Getränke in Plastikflaschen und Tetrapaks sogar bis 1,5l mitnehmen konnte. Auch Kameras waren erlaubt, was ich natürlich genutzt habe. Leider durfte man aber keine Kameras mit Wechselobjektiven mitnehmen, so dass meine Spiegelreflexkamera zu Hause geblieben ist. Aber bei der schlechten Wettervorhersage vielleicht auch besser, denn nass werden sollte die Kamera lieber nicht.

Nach einem kurzen Abstecher zum Merchandise sind Wiese und ich dann auch direkt zur Bühne, Heaven Shall Burn hatten gerade angefangen. Und -wie sollte es anders sein- auch vorne in der ersten Reihe bekannte Gesichter. Von Heaven Shall Burn kannte ich nur einen Song (The weapon they fear), aber auch der Rest der Lieder ist so in dem Style und hat mir ganz gut gefallen. Der Sound war auch soweit OK, wobei der Klang oben auf den Stufen besser war. Das Wetter spielte bisher auch mit: strahlender Sonnenschein anstatt Gewitter.

Nach dem Auftritt von Heaven Shall Burn habe ich noch einen kurzen Abstecher zur Autogrammstunde von Crucified Barbara gemacht. Wenn mir schon alle Männer erzählen, die würden so gut aussehen, musste ich sie mir mal mit eigenen Augen anschauen.

Wieder zurück an der Bühne konnte ich noch am Rand einen Platz in der ersten Reihe ergattern. Weiter in der Mitte wäre zwar zum Fotografieren besser gewesen, aber da dort ist meist mehr „Flugverkehr“ oder hinter einem ein Moshpit, so wie bei Heaven Shall Burn, bei denen ging es richtig ab. Also lieber in Ruhe etwas weiter aussen (Sch***, werde ich doch alt?!?)
Grave Digger haben dann pktl. um 20.40 mit ihrem Set angefangen. Auch wenn man -wie ich- jetzt nicht ein besonderer Fan von der Band ist, muss man sich die, wenn sie schon auf einem Festival spielen, einfach mal mit ansehen. Und bereut habe ich es nicht, obwohl ich finde, dass der Sound nicht ganz so dolle war. Zu viel und zu lauter Bass.
Am besten hat mir natürlich „Rebellion“ gefallen. Ich gebe zu, das ist eines der wenigen Lieder, die ich überhaupt von denen kenne. Wobei ich jetzt sagen muss, dass das Publikum dabei -zumindest was ich so mitbekommen habe- ein wenig geschwächelt hat, denn bei so einer „Hymmne“ muss der Text vom Publikum eigentlich noch besser mitgesungen werden. Aber naja gut, es waren schliesslich auch nicht nur Grave Digger Fans da, auf einer Headliner-Tour sieht das sicherlich noch anders aus (bzw. hört sich anders an). Auf jeden Fall haben Grave Digger gerockt und Spaß gemacht. Und die Ordner hatten auch genug zu tun mit dem „Flugverkehr“, haben es aber immer mit Humor genommen, auch wenn jemand zum zig-sten Mal von ihnen rausgezogen werden musste.
Während der 30 Minuten Umbaupause war dann Zeit zum Verschnaufen, Bier holen oder aufs Klo gehen. Na, ich bin einfach stehen geblieben, wer braucht schon ne Pause?!? Ausserdem ist man ja -selbst wenn man keinen kennt- nicht alleine und findet schnell Gesprächsstoff um zu quatschen.
22.25: Zeit für Hammerfall, die Bühne zu betreten. Während bei Grave Digger nur ein (ziemlich cooles) Backdrop die Bühne zierte, gab es bei Hammerfall schon etwas mehr Bühnenaufbauten, z.B. eine Empore für das Schlagzeug. Und verschiedenfarbige beleuchtete Basedrums mit den Buchstaben von Hammerfall als Deko. Wobei wir usn darüber schon wieder ziemlich amüsiert haben, sah irgendwie mehr nach Disco-Beleuchtung aus. Aber durch die Aufbauten gab es natürlich mehr Platz für die Musiker, ihre Energie loszuwerden und eine gute Show zu liefern, was sie dann auch getan haben.
Leider muss ich aber sagen, dass der Sound nun noch schlechter wurde und nur ein Sound-Brei aus den Boxen kam. Von der ja eigentlich wichtigen Gitarre hat man so gut wie gar nichts mitbekommen. Schade. Ein weiterer Minuspunkt für mich persönlich was dann noch das Licht. Es war einfach viel zu dunkel, um mit meiner (bzw. eigentlich Wiese, danke fürs Leihen!) Kamera gute Bilder zu machen. Aber an sich was das Licht schon passend zum Auftritt.
Nach ner guten halben Stunde hab ich mich dann aber doch dazu entschlossen, zu Wiese und Markus nach oben auf die Stufen des Theaters zu gehen, da mich der Auftritt nicht so umgehauenn hat. Und siehe da, hier war der Sound viel viel besser! Offensichtlich war die Musik so abgemischt, dass man weiter weg von der Bühne viel besser hören konnte. Nur warum was das vorher nicht so? Naja, egal. Jedenfalls haben mir Hammerfall so viel besser gefallen.
Vielleicht sollte ich mir auch mal andere Ohrstöpsel zulegen (hey, ich hatte sie tatsächlich mal nicht vergessen!), die die Frequenzen anders abschirmen.
Leider konnten wir den Auftritt dann doch nicht ganz bis zum Schluß miterleben, da der letzte normale Bus schon um 23.46 fuhr.
Allerdings was das auch unser Glück, denn als ich um 1h gemütlich im Bett lag, fing es draussen heftig an zu regnen. Das angekündigte Gewitter was dann doch noch bekommen. Und bei der Menge an Regen taten mir die Camper echt leid. Tja, nach einem Festivaltag nach Hause fahren zu können ist manchmal doch was feines…

Samstag, 26.05.07

Metal Inquisitor 12.15 – 13.00
Maroon 13.20 – 14.05
Turisas 14.25 – 15.10
Korpiklaani 15.35 – 16.35
Ross the Boss 17.00 – 18.00
Vader 18.30 – 19.30
Armored Saint 20.00 – 21.15
Death Angel 21.45 – 23.00
Amon Amarth 23.30 – 1.00

Ausgeschlafen und nach einem leckeren Frühstück (auch der Vorteil gegenüber campen am Gelände) ging es dann am Samstag weiter. Uns schon der Hinweg hat bewiesen, dass man sich mit manchen Leute gar nicht verabreden muss, das mit dem Treffen klappt auch so ;) So sind wir dann mit Sebastian und ner Kollegin zusammen am Gelände angekommen..
Turisas habe ich leider nicht mehr mitbekommen, da Markus seinen Geburtstag nachfeiern wollte. Mangels Bier (was interessiert mich das blöde Bier?!?!?) fiel das jedoch aus. Metal Inquisitor und Maroon, die den Tag eröffnet haben, hatte ich gar nicht erst eingeplant.

Aber pünktlich zu Korpiklaani war ich -wo auch sonst- in der ersten Reihe und konnte den Musikern noch beim Soundcheck zusehen. Es waren in den 3 Tagen doch einige dabei, die das noch selbst erledigt haben, ohne Roadies.
Superpünktlich -nämlich fast 10min zu früh- ging es dann nach Ansage von Bruder Cle als Teletubbie auf der Bühne los mit Humppa-Metal. Darauf hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut.
Demenstsprechend war ich froh, dass der Sound um diese Zeit des Tages auch vorne (noch) gut war, man konnte alle Instrumente gut heraushören.
Die Bühnenshow war natürlich typisch Korpiklaani: Sänger und Gitarrist Jonne und Gitarrist Cane waren viel auf der Bühne unterwegs, wobei Jonne wie immer sehr gut im Grimassen-Schneiden war und man so richtig Spaß am Fotografieren bekam. Der Rest der Band ist ja eher zurückhaltend und wenn Hittavainen mal kurz bangt oder auch sonst irgendwelche Gemütsregungen zeigt, ist das echt viel. Bei „beer beer“ kam natürlich, was kommen musste: das Publikum wurde mit Bier bespritzt, was Axel Jusseit, einer der Fotografen vom Rock Hard, aber wohl nicht wusste, denn er musste mit seiner Kamera soch sehr schnell in Deckung gehen.

Korpiklaani hättem ruhig noch länger spielen können, der Auftritt hat wie imer richtig Spaß gemacht. Das hat man nicht nur mir (ich musste hüpfen, bangen, mitsingen und fotografieren versuchen gleichzeitig hinzubekommen), sondern auch dem Rest des Publikums angemerkt, was sichtlich Spaß hatte. Vor allem beim Crowdsurfen (wie z.B. auch Wiese). Also wieder mal viel zu tun für die Security.

Nach 25min Umbaupause ging es dann um 17h weiter mit Ross the Boss und einem speziellen Manowar-Set, da ja Ross Friedmann alias Ross the Boss im Jahr 1980 zusammen mit Joey DeMaio Manowar gegründet hat. Bei seinem Auftritt hat ihn die Band „Men of War“ unterstützt.
Da ich aber die meisten Manowar-Stücke nicht so gut kenne, konnte ich nicht -wie viele andere im Publikum- die meiste Zeit mitsingen. Um dann auch noch von Death Angel bei deren Autogrammstunde Bilder machen zu können, bin ich dann schon früher abgehauen, trotz dem die Musik eigentlich gar nicht schlecht war. Wiese ist noch da geblieben und hatte das Glück, dann auch noch die Setlist, sowie die von Korpiklaani (klebte da mit dran) abzustauben.
Da bis zum Auftritt von Death Angel um 21.45 noch reichlich Zeit blieb, haben wir uns entschlossen, bis zur nächsten Pizzeria zu laufen, um gemütlich etwas zu essen. Leider war es dann doch weiter als ich dachte. zum Glück haben wir für den Rückweg mit dem Bus fahren können.So eine Monatskarte zahlt sich doch manchmal aus.
Bie der Autogrammstunde von Amon Amarth (19.00-19.45) dachte ich, es muss etwas umsonst geben. Die Schlange war so lang, da hätte man ewig gestanden. Zum Glück hat Markus uns noch eine Autogrammkarte mitgebracht, so dass ich nur schnell ein paar Bilder gemacht habe.
Auch bei Korpiklaani hatte ich keine Lust, mich anzustellen und habe es dann aufs Fotografieren beschränkt. Wobei man sagen muss, dass die Musiker teilweise etwas gelangweilt ausssahen. Naja, so eine Autogrammstunde ist wahrscheinlich auch nicht sonderlich spannend.

Von Vader habe ich durch den Pizza-Abstecher gar nichts mitbekommen, aber die letzten Songs von Armored Saint dann doch noch. Allerdings bin ich nach ein paar Minuten vorne wieder verschwunden, denn nun war der Bass so dermaßen laut, dass man Probleme beim Atmen bekommen hat (zumindest ich). Das war wirklich extrem.

Zum Glück hatte der Verwantwortliche für den Sound ein Einsehen und bei Death Angel war es nicht ganz so schlimm. Aber guter Sound ist was besseres. Death Angel sind ja eigentlich nicht so mein Fall, aber live war es echt cool. Hat gerockt wie sau und auch wenn ich nicht viele Songs kannte, musste ich einfach mitbangen. Mark Osegueda (Gesang) hat eine klasse Show geliefert. Wenn er seine Dreadlocks durch die Gegend geschleudert hat, war das schon ein tolles Bild. Und ich hatte auch noch Glück, ihm relativ nahe zu kommen, da er -wie z.B. auch Jonne von Korpiklaani- einen Abstecher runter zum Publikum gemacht hat. Dabei wurde es dann zwar zeitweise etwas „kuschelig“, aber egal. Und ein richtig guter Schnappschuss ist mir dabei auch noch gelungen. Die 1 1/4 Stunden Death Angel gingen wie im Flug vorbei.
Zum Verschnaufen blieb dann wieder die halbe Stunde Pause. Natürlich bin ich in der ersten Reihe stehen geblieben. Wenn man schon mal nen guten Platz hat.. und auf Klo gehen oder was zu trinken holen ist doch nur was für Weicheier *g*

Leider wurde ich dann beim Auftritt von Amon Amarth -auf den ich mich wirklich gefreut hatte- ziemlich enttäuscht, denn nun kam nur noch Soundmatsch aus den Boxen. Das Mädel neben mir habe ich lauter mitsingen hören als Johann Hegg auf der Bühne. Mit der Zeit wurde es zwar ein klein wenig besser, aber wirklich motivieren kölnnte mich das ganze nicht. Schade, denn letztes Jahr aufm Wacken waren die echt gut.
Um ca. 0.50 sind Wiese und ich dann auch abgehauen, mal wieder den Bus bekommen. Tja und genau dann kam natürlich „Victorious March“. Mein Lieblingssong von Amon Amarth. Da habe ich mich dann doch geärgert, nicht noch ein bissel länger ausgeharrt zu haben. Wobei: so habe ich oben auf den Stufen des Theaters gestanden und mitgebangt. Das konnte ich mir nicht nehmen lassen. Und dort war dann auch der Sound gut. Also vielleicht doch gar nicht so schlecht.
„Persuit of the Vikings“ jedoch konnte ich nur noch im Gehen hören, das wäre sonst -leider- zu knapp geworden.
So ging auch der zweite Festivaltag zu Ende. Für uns sogar trocken, denn etwa bei der Hälfte des Auftrittes von Death Angel hatte es angefangen zu gewittern und in Strömen zu regnen, aber wir standen ja unter Dach und haben -erste Reih sei Dank- nicht viel davon mitbekommen. Es wurde zwar schlagartig ziemlich eng, weil alle unter das Dach drängten, aber das wars auch schon. Andere hatte es da schlimmer erwischt. Und die Camper mussten sicherlich um ihre Zelte bangen. Tja, wieder ein Vorteil vom daheim-Schlafen, denn während Amon Amarth hörte der Regen auf und für den Heimweg brauchte ich nicht mal meine Regenjacke.
Zurück sind wir dann insgesamt zu fünft gefahren. Mit dem Nachtexpress Richtung Essen. Da muss man aber umsteigen und ein Stück laufen. Alle hatten Durst, keiner was zu trinken. Aber es gab eine Lösung: unterwegs kommt man an einer Kneipe vorbei. Die war noch offen. Dort wurden dann unsere Becher -gegen einen super Preis!- aufgefüllt und mir auch eine Flasche Cola verkauft. Top! So war auch für den Durst auf dem Heimweg gesorgt.

Sonntag, 27.05.2007

Sabaton 12.15 – 13.00
Hardcore Superstar 13.20 – 14.05
Dew-Scented (statt Naglfar) 14.25 -15.10
Dark Funeral 15.35 – 16.35
Tankard 17.00 – 18.00
Paul Di´Anno 18.30 – 19.30
Spock´s Beard 20.00 – 21.15
Axel Rudi Pell 21.45 – 23.00
Thin Lizzy 23.30 – 1.00

Als ich mich am Sonntag gegen 12h auf den Weg zum Festivalgelände gemacht habe, dachte ich schon, ich hätte nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter, denn ich brauchte tatsächlich meine Regenjacke. Aber kaum dort angekommen, was es auch schon wieder trocken.
Leider bin ich erst ca. 12.45 dort gewesen und habe nur noch die letzten Songs der ersten Band -Sabaton- mitbekommen. Ich kannte die gar nicht, aber sie haben mir wirklich gut gefallen. Eine Heavy-Metal-Band aus Schweden. Das war richtig gute Musik. Muss unbedingt mal schauen, ob ich von denen irgendwo ne CD kaufen kann. Auch der Sound war super: selbst ohne Ohrstöpsel ließ es sich vorne gut aushalten. Das fanden auch noch viele andere, denn für die Tageszeit war es vor der Bühne richtig voll. So konnte der Tag gerne weiter gehen!

Nach kurzer Umbaupause haben dann Hardcore Superstar abgerockt. Irgendwie hatte ich die ganz anders in Erinnerung, aber anscheinend habe ich sie zu lange nicht mehr gehört oder mit einer anderen Band verwechselt. Muss dringend mal meine CD von denen rauskramen.
Vielleicht konnten die Jungs mich deswegen nicht so ganz begeistern, denn im Allgemeinen kamen sie ganz gut beim Publikum an. Auf jeden Fall ist Jocke Berg (Gesang) ziemlich auf der Bühne hin- und hergeflitzt, was zwar als Show ziemlich gut kam, es mir aber schwer machte, ihn mal vernünftig zu fotografieren. Der hatte echt Hummeln im Hintern.

Als nächstes sollten Naglfar auftreten, die jedoch kurzfristig absagen mussten. Für sie sind Dew-Scented, eine Thrash-Metal-Band aus Norddeutschland, eingesprungen. Keine schlechte Wahl wie ich fand. Ich kannte zwar beide Bands vorher nicht, aber der Auftritt von Dew-Scented war doch recht überzeugend. Auf jeden Fall schon mal die richtige Grundgeschwindigkeit ;) Fürs Auge war auch was dabei, denn so ziemlich alle Bandmitglieder schüttelten sehr viel ihren Mähnen. Synchrones Helikopterbangen sieht einfach cool aus.

Inzwischen stand ich zwar schon seit fast 3 Stunden in der ersten Reihe, aber da ich nix anderes zu tun hatte und bisher noch niemanden getroffen zum quatschen, hab ich mich dazu entschlossen, mir die nächste Band einfach auch noch anzusehen. Schliesslich war ich ja auf nem Festival und da kann man sich auch mal neue Bands ansehen.

Allerdings haben mich Dark Funeral absolut nicht vom Hocker gehauen. Wobei dies -selbst wenn die Musik an sich gut gewesen wäre- schwer war, denn vorne war mal wieder nur ein einziger Soundbrei zu hören. Wobei das wohl weiter hinten auch nicht viel besser geklugen haben soll, aber da gehen die Meinungen auseinander…Schliesslich haben genug Fans die Band abgefeiert. Wobei man bei so „böser“ Musik ja nicht „feiert“, da geht man zum böse Schauen in den Keller. Nein, wirklich begeistern konnten mich Dark Funeral mit ihrem Black Metal nicht, auch wenn das Outfit incl. Corpse Paint schon nicht schlecht aussah.
Aber pünktlich genau zu dieser Band, die -wie von Götz Kühnemund angekündigt- das Sonnenlicht nicht gut verträgt, riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam durch. Es wurde wieder richtig warm. Also doch gut, dass ich optimistisch wieder eine kurze Hose an hatte. Aber das mit der Sonne war echt Ironie des Schicksals, vielleicht wollte sie so auch Protest üben?? ;)

Als nächstes sollten Tankard auftreten. Und endlich hatte ich Gesellschaft zum quatschen. Ich stand (oder für die Pause saß) ja immer noch dort, wo ich mich nach Sabaton hingestellt hatte, nämlich ganz vorne. So hatte ich genügend Unterhaltung bis zum Auftritt von Tankard.
Auch die höre ich eigentlich nicht, aber egal, wenn ich schon mal da bin.. Angekündigt von Bobby von Sodom betraten Tankard dann auch die Bühne. Der Auftritt war auch lustig, allerdings wollte ICH den Bauch von Gerre NICHT sehen. Er hingegen scheint ihn toll zu finden, da er ihn immer wieder dem Publikum entblößte. Wobei er ja eh immer unter dem TShirt hervorlugte. Na, da ist wohl das eine oder andere Bier hineingewandert. Kein Wunder, wenn man solche Sauf-Thrash-Spaß-Musik macht, die sich vor allem immer wieder um Bier dreht.
Es war jedenfalls erstaunlich, wie flink Gerre sich bei seinem doch nicht unbeträchtlichem Körpergewicht auf der Bühne bewegen konnte. Die Jungs haben ein ordentliches Set gespielt, bei dem Klassiker wie „Zombie Attack“ oder „Chemical Invasion“ nicht gefehlt haben. Warum sie dann aber ca. 10 Minuten zu früh aufgehört haben, weiß keiner. Vielleicht war die Rennerei dann doch zu viel? Keine Kondition? Schade, denn die Zeit hätte für Songs wie „Frankfurt, we need more beer“ oder „Ice-olation“, die sie nicht gespielt haben, noch gereicht.

Von 18.30 bis 19.30 sollte Paul Di´Anno seinen Auftritt haben und Tankards Autogrammstunde war für 19h angesetzt. Tja, was tun?
Um beides nicht zu verpassen, haben wir uns aufgeteilt: ich bin mit Sebastian an der Bühne stehen geblieben um Fotos zu machen (seine sind tausend Mal besser als meine *neid*) und Wiese hat sich schon mal in die Schlange für die Autogrammstunde gestellt.
Paul Di´Anno hat mich mit seinem Auftritt auch nicht gerade umgehauen, bin nun mal kein Iron-Maiden-Kenner. Bis auf den bekannten Song „Run to the Hills“ kenne ich so gut wie nix von denen. Ob er schon besoffen war oder ob er immer so undeutlich spricht, weiss ich nicht, jedenfalls musste man schon sehr sehr gut zuhören, um zu erahnen, was er da auf der Bühne erzählte. Wobei es so aussah, als würde ihn die Band auch nicht verstehen. Da gabes einige ratlose Gesichter.
Aber nach 4 (+2 halben) Bands hatte ich jetzt auch erstmal genug Musik gesehen. Ausserdem hatte ich nun schon 6,5 Stunden in der ersten Reihe gestanden und musste doch langsam mal aufs Klo.

Um Ca. 19.15 bin ich dann auch zum Autogrammstans marschiert, um auch dort noch ein paar Bilder zu machen und Wiese mit den Autogrammen zu helfen (er hatte NUR die alten TShirts zum unterschreiben -4 plus das Festivalshirt- , plus Autogrammkarte, Setlist und Eintrittskarte. Da braucht man schon mal Hilfe…)

Nachdem nun alle Sachen signiert waren (und musste Gerre mich abknutschen?!?!?), auf zur Fressmeile, was essen.
Die Wahl fiel auf Potatoe Wedges, as auch OK war, denn sie schmeckten tatsächlich. Die Preise bei solchen Ständen sind ja immer relativ hoch, aber hier ging es noch einigermaßen.
Es gab auf jeden Fall ein reichliches Angebot an unterschiedlichen Ständen (Backfisch, Pommes, Döner, Hamburger…), aber auf die Preise generell habe ich nicht geachtet. Zum Essen noch ne Cola (2,20+1,- Pfand) und dann war ich erstmal zufrieden.
Die nächste Band (Spock´s Beard) hatte bereits mit ihrem Set begonnen. Da mir die aber gar nix sagten und es vor der Bühne auch schon voll war, sind wir lieber auf den Stufen geblieben, um uns das ganze von weiter hinten in Ruhe -und mit gutem Sound- anzusehen und -hören. So konnte man dann auch nebenbei quatschen.
Nach vorne zu gehen, hätte sich auch nicht so richtig geloht. Die Musik (ProgRock) war irgendwie langweilig. Der Keyboarder war zwar ein bissel durchgeknallt: er versuchte immer wieder, sein Keyboard umzuwerfen, es musste die ganze Zeit ein Roadie „Wache“ stehen und ggf. dagegen halten. Mensch, der soll da drauf spielen, umwerfen ist da doch ziemlich sinnlos. Naja, Künstler eben..

Von Axel Rudi Pell hab ich dann nur ne gute halbe Stunde gesehen, wobei der Auftritt wieder deutlich besser war. Allerdings kann ich mich irgendwie kaum noch an die Musik erinnern, die lief quasi so nebenbei, während wir gequatscht haben. Aber die Pyros kamen gut, war leider nur zu weit weg, um die Bühnenshow mit der Kamera einzufangen.

Und damit war für mich das Rock Hard Festival dann auch zu Ende, Thin Lizzy haben wir uns nicht mehr angesehen. Auch wenn der Auftritt wohl gut gewesen sein soll. Aber die sagten mir auch so gar nix und da habe ich mich lieber ins Bettchen gekuschelt.. Genug Musik fürs erste…

Alles in allem war es aber ein tolles Wochenende mit viel (mehr oder weniger guter) Musik und viel Spaß. Das Wetter hat ja zum Glück auch mitgespielt, ich jedenfalls hätte Regenjacke und -hose ruhig zu Hause lassen können. Aber sicher ist sicher.
Was mich wirklich sehr gestört hat, war der Sound. Dass es vorne lauter ist als hinten ist ja klar, die Musik soll ja überall zu hören sein. Aber warum war es tagsüber möglich, auch vorne alle Instrumente gut zu hören und abends nicht? Warum gab es da vorne bloß Soundmatsche? und so laut? Entweder, die Soundleute waren dann schon besoffen oder der Meinung je lauter desto besser. Das war ein klarer Minuspunkt!!
Von der Bandauswahl her war es für mich eigentlich nicht überragend, aber ich habe trotzdem viel gute Musik gesehen und auch einiges neues kennen gelernt, was mich überrascht hat. So hat es sich musikalisch gesehen auf jeden Fall gelohnt.
Was natürlich wirklich toll ist, ist die Location. Auch wenn man nicht unbedingt vorne stehen möchte, kann man doch alles sehen und hören. Selbst wenn man für Autogramme ansteht.
Ebenfalls super war alles „drum herum“, leider habe ich vom Luftgitarren-Kontest und der Luft-Instrumenten-Band nicht viel mitbekommen, aber immer, wenn wir daran vorbeigegangen sind, hatten die Leute viel Spaß.

Die Auswahl an Essen und Trinken war auch gut, wobei ich die Preise nicht beurteilen kann, ebenso wenig wie die Qualität (die Potatoe Wedges waren aber OK). Es gab wohl am Anfang irgendwelche Schwierigkeiten bei der Pfandrückgabe (wurde von Götz Kühnemund zwischendurch bei einer Bandansage durchgegeben), welche allerdings dann behoben wurden. Gemerkt habe ich davon jedenfalls nichts, als ich am Sonntag meinen Becher wieder abgegeben habe.
Die Merchandise-Stände habe ich nicht genauer inspiziert (wollte ja nicht zu viel kaufen..), nur am Hauptstand musste ich dann doch zuschlagen. Die Preise waren normal, so wie fast überall eben, aber weder sonderlich günstig noch sonderlich teuer.
An der Bändchenausgabe mussten wir nicht lange warten, ob es da zwischendurch anders war, kann ich natürlich nicht sagen, es sah aber nicht danach aus.
Was wirklich prima war: man durfte nicht-alkoholische Getränke (wohl sogar unlimitiert, jedenfalls mind. bis 1,5l) in Tetrapaks und Plastikflaschen mit aufs Gelände nehmen, ebenso was zu essen. Dafür ein dickes Daumen hoch! So sollte das sein!
Auch Fotoapperate waren erlaubt (zu meinem Glück), nur keine mit Wechselobjektiven. Hätte zwar gerne meine neue Spiegelreflex mitgenommen, um die da mal zu testen, aber so blieb sie eben regensicher zu Hause. Nur Filmen war verboten, aber das ist ja auch OK.
Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist vollkommen OK. Klar, sollte man sich vorher die Busverbindungen raussuchen, aber so weit muss man schon mitdenken ;)
Die Security -ob am Eingang oder vorne- war auch immer freundlich, zumindest immer, was ich so mitbekommen habe. Die Ordner an der Bühne blieben auch mit Spaß beid er Arbeit, wobei sie je nach Band mehr oder weniger zu tun hatten. Und die Musik nahmen sie mit Humor, denn die meisten von denen fanden eine Band schrecklicher als die andere (von Ausnahmen mal abgesehen). Vorne haben wir -im Tausch gegen Kekse- auch schon mal Wasser bekommen. Sehr nett!!
Einige Metaller hatten wohl am ersten Tag Probleme beim Einlass, da sie Patronengurte, Killernieten oder Ähnliches trugen, damit wurden sie nicht reingelassen. Aber auch dieses Manko konnte -zumindest ab dem zweiten Tag- behoben werden. Schliesslich gehört sowas zum Outfit! Nur das Crowdsurfen sollte dann unterlassen werden (richtig!), denn das Verletztungsrisiko für alle Beteiligten ist dann einfach zu hoch. Hat zwar nicht immer geklappt, aber doch meistens.
Für sanitäre Anlagen war auch gesorgt: draußen gab es Dixies (gut, die waren zwar nicht so sauber, aber im Notfall geht das auch mal) und drinnen richtige Toiletten. Man musste zwar fast immer anstehen, aber dafür gab es auch Klopapier, Wasser + Seife. Und sauber waren sie auch.

Als Fazit kann ich nur sagen: ein super Wochenende mit viel viel Musik, ich denke, da bin ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei. Und wenn dann noch ein bisschen am Sound gefeilt wird, na dann kann gar nix mehr schief gehen!!!

Bericht von Huepfmaus.

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