Cover: Popa Chubby (with Galea) - Vicious Country
Cover: Popa Chubby (with Galea) - Vicious Country

Der New Yorker Musiker Popa Chubby ist eine der absoluten Koryphäen des zeitgenössischen Blues und seine Musik versprüht so viel Herzblut, dass man einfach begeistert sein muss. Geboren wurde er 1960 als „Ted Horowitz“ in der Bronx. Seine Eltern besaßen einen Süßigkeitenladen an der Ecke der 181st Street und Arthur Avenue. Seine frühesten Erinnerungen an die Juke-Box, die die Soul und R&B Hits der frühen 60er Jahre spielte, prägten ihn. Er setzte sich schon als Sechsjähriger ans Drum-Kit. Doch in den Siebzigern verfiel er dem Blues, der ihn bis heute nicht mehr losgelassen hat. Popa Chubbys Stil ist im Laufe der Jahre zu einer Verschmelzung von unterschiedlichen Einflüssen gewachsen. Sein „New York City Blues“ bedient sich Elementen aus HipHop, Punk, Classic Rock und R’n’B. Das Album „Vicious Country“ erscheint am 24.11.08 und ist eine erneute Erweiterung seines musikalischen Horizonts: Eine Reise durch das 50er- und 60er-Jahre Country- und Rockabilly-Feeling und ein Tribut an das berühmte Sun-Label.

Line-Up:

Tracklist:

  1. Race With The Devil
  2. Six Days On The Road
  3. Baby You Don’t Care
  4. Satan Is Real / Straight To Hell
  5. Tonight The Bottle Let Me Down
  6. I’ll Fly Away / I Shall Not Be Moved
  7. Mona Lisa Tattoo
  8. Break Me Down
  9. Sleepwalk
  10. Start All Over Again
  11. Sam Lay’s Pistol
  12. Harper Valley P.T.A.
  13. Act Naturally

Angefangen mit einem schön schnellen Rockabilly Stück „Race With The Devil“ (im Original von Gene Vincent), bei dem man wirklich das Gefühl hat, als würde man mit dem Teufel um die Wette rennen, über das Country-Stück „Six Day On The Road“ mit Steel Guitar oder das 50er Jahre Rock’n’Roll inspirierte „Baby You Don’t Care“ mit Backgroundchören – alles ist dabei. „Vicious Country“ ist wirklich ein schöner musikalischer Streifzug durch den Rock’n’Roll und Country der 50er und 60er Jahre. „Satan Is Real / Straight To Hell“ beginnt ganz gemächlich mit einem langsamen Walzer, bevor es zum Hillbilly übergeht. Galea und Popa Chubby wechseln sich hier im Gesang ab und wer das dazugehörige Video noch nicht gesehen hat, der sollte das unbedingt nachholen. Galea als Nonne in Strapsen, ein „Fiedler“ mit einer Dollarzeichen-förmigen Fiddle, ein „Gangster“, ein Steel Guitar Spieler als Pfarrer mit Sonnenbrille und natürlich Popa Chubby sind die Akteure des Videos und sorgen dafür, dass man sich ein breites Grinsen nicht verkneifen kann. Vom Hillbilly gehts direkt wieder zu einem klassischen Countrysong („Tonight The Bottle Let Me Down“), bei dem Galea und Popa Chubby wieder im Duett singen. Und immer wieder stolpert man über Steel Guitar, Geigen- und E-Guitar Soli, die einem die Kinnlade auf die Tischkante knallen lassen. Die Melodien sind eingängig und laden förmlich zum Mitsingen ein. „Mona Lisa Tattoo“ schlägt wieder in die klassische Rock’n’Roll Kerbe mit Piano und allem drum und dran und wurde von Galea gesungen und selbst geschrieben. „Break Me Down“ tanzt musikalisch ein wenig aus der Reihe, da der Song ein echter Blues-Kracher ist. In der Coverversion des Klassikers „Sleepwalk“ von Santo & Johnny aus dem Jahr 1959, zeigt Popa Chubby mal so richtig was er drauf hat und macht das Stück zu einem würdigen Remake. Mehr ist stilistisch nicht aus dem Album rauszuholen und somit wird aus „Vicious Country“ ein richtig schönes Rockabilly-Hillbilly-Country-Rock’n’Roll-Blues Album, was keine Wünsche offen lassen dürfte. Neben einigen Coverversionen diverser Klassiker aus den 50er und 60er Jahren sind auch wie schon erwähnt einige Eigenkompositionen vertreten. Wer bei dem Album ruhig sitzen bleiben kann, der hat den Blues oder den Rock’n’Roll nicht im Blut. „Vicious Country“ zündet schon beim ersten Hördurchgang und das soll den beiden mal einer nachmachen. „N.Y.C. Blues & Rock’n’Roll Will Never Die“ und zur Lebenserhaltung hat Popa Chubby mit diesem Album einiges beigetragen. Volle Punktzahl! 10/10 Punkte.

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