Cover: Parzivals Eye - Fragments
Cover: Parzivals Eye - Fragments

Sieben Alben hat die Freisinger Artrock-Formation „RPWL“ seit 2000 bereits herausgebracht. Nachdem der Gitarrist Kalle Wallner zwei Alben seines Sideprojektes veröffentlicht hatte, bringt nun auch der RPWL Bassist Chris Postl seine erste Soloplatte unters Volk. Und für sein Projekt „Parzivals Eye“ konnte er wirklich namhafte Künstler gewinnen. Die Vocals steuern zum Beispiel Christina Booth von Magenta und Alan Reed von Pallas bei. Für einige Gitarren-Soli konnte er sogar den Alan-Parsons-Project-Gitarristen Ian Bairnson gewinnen. Das Soloprojekt „Parzivals Eye“ entfernt sich nicht weit vom typischen „RPWL“ Stil und schnell wird klar, dass Chris Postl auch als Bassist viel für die Entstehung der RPWL-Songs beiträgt. Wieso also dieses Solowerk? Normalerweise ist man es gewohnt, dass ein Musiker bei seinem Solo-Ausflug einen etwas anderen Weg einschlägt.

Line-Up:

Tracklist:

  1. Longing’s End
  2. Signs
  3. Fragments
  4. Face My Fear
  5. Meanings
  6. Skylights
  7. Disguise
  8. Chicago
  9. Where Have Your Flowers Gone
  10. Through Your Mind
  11. Wide World
  12. Another Day

Dass Postl sich gerne von seinen Idolen wie Genesis, Yes, den Beatles und ELO inspirieren lässt hört man auf „Fragments“ deutlich heraus. Bei einigen Songs erinnern vor allem die fast schon sphärischen Intros sehr an Genesis – so zum Beispiel bei dem facettenreichen „Signs“. Der Song schlägt nach dem filigranen Intro eine überraschende Härte ein – fast schon NuMetal angehaucht. Die Coverversion des Graham-Nash-Klassikers „Chicago“ wurde gekonnt umgesetzt, in ein Countrygewand verpackt und mit einem Piano verfeinert. Die Stimme von Christina ist wie auch bei „Meaning“, „Where Have Your Flowers Gone“ und „Through Your Mind“ das berühmte Sahnehäubchen.

Das Grundgerüst aller Songs und die eingängigen Melodien erinnern sehr an den Prog-Rock von RPWL. Ich nehme aber an, dass vor allem die verschiedenen Elemente und die namhaften Mitmusiker das i-Tüpfelchen sind, was Postl der gewohnten RPWL-Musik aufsetzen wollte. Das Experiment ist jedenfalls wirklich gelungen und alle Fans von RPWL dürfen getrost zugreifen. 9/10 Punkte.

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