Ein schmuckes Line-Up haben sich die Veranstalter des Metal Crash Festivals in Gießen für ihre Premiere da zusammengestellt: Mercury Falling, Spitefuel, Rebellion, Mystic Prophecy, Kissin‘ Dynamite und Primal Fear werden am 7. Oktober in der Hessenhalle dabei sein. Durch die Presseinfo zum Festival habe ich auch erfahren, dass Primal Fear dieses Jahr genau so jung wie venue music werden: 20 Jahre. Ein Alter, das auch der Opener des Festivals erreicht hat: Mercury Falling.

Bei sechs Bands ist klar, dass es schon etwas früher losgehen muss: Um 16 Uhr ist Einlass und bereits um 16:30 Uhr geht es mit Mercury Falling los – wer also wirklich alles mitbekommen will, sollte sich rechtzeitig an der Hessenhalle in Gießen einfinden. Die Tickets für das Metal Crash Festival gibt es bereits im Vorverkauf beim Reservix[affi] für 42,90 Euro. 

 

Primal Fear

Primal Fear gehören seit ihrem Debüt „Primal Fear“ im Jahr 1998 zu den erfolgreichsten deutschen Power Metal-Bands. Primal Fear wurden im Oktober 1997 von Sänger Ralf Scheepers (Ex-Gamma-Ray) und von Sänger und Bassisten Mat Sinner (Sinner) gegründet. Ralf Scheepers und Mat Sinner gehörten schon vor der Gründung von Primal Fear zu den festen Größen der Metalszene.  Mit „Rulebreaker“ legte die Band 2016 ihr elftes Studioalbum vor. Spätestens seit der 2009er Platte „16.6: Before the Devil Knows You’re Dead“ rückt die Band ihre ursprünglichen Metal-Trademarks wieder verstärkt in den Vordergrund und konzentriert sich nach eigener Aussage darauf, „durch und durch Metal“ zu bieten. So liegt die maßgebliche Veränderung zu „Rulebreaker“ auch eher darin, dass mit dem zurückgekehrten Tom Naumann nun drei Gitarristen in der Band sind und hinter den Drums mittlerweile Francesco Jovino (Ex-U.D.O.) sitzt.                                                

 

Kissin‘ Dynamite

Nach nationalen und internationalen Erfolgen mit den Alben „Steel of Swabia“ (2008), „Addicted to Metal“ (2010), „Money, Sex & Power“ (2012) und zuletzt „Megalomania“ (2014) meldete sich die junge Rock-Band aus Baden-Württemberg im Sommer mit ihrem fünften Studioalbum „Generation Goodbye“ zurück. Der Titel steht sinnbildlich für ein Gefühl der Sehnsucht, des Aufbruchs und des Neubeginns, was in den elf Songs immer wieder thematisiert wird. Dabei ist „Generation Goodbye“ eigentlich kein Konzeptalbum.  Die Songs sind so ehrlich und authentisch wie nie zuvor. Als Grund hierfür nennt die Band Loslösungen und Veränderungen in geschäftlicher und privater Hinsicht der Bandmitglieder. So trennte sich die Band Ende 2014 von ihrem Management und organisiert  sich seither komplett autark. Auch wurde für „Generation Goodbye“ kein externer Produzent mehr verpflichtet. Stattdessen setzte man auf die klare Soundvorstellung der Band, die Sänger und Songwriter Hannes Braun gleichzeitig als Produzent persönlich am Mischpult in die Tat umsetzte.  Auch aktuelles Geschehen in Politik und Wirtschaft habe das Songwriting beeinflusst. „Wir

befinden uns in einer Zeit, in der jeder immer erreichbar sein muss und zu jedem Zeitpunkt alles wissen will. Die falschen Dinge werden zu wichtig genommen. Das ist nicht mehr gesund. Die Menschen werden dadurch unsicher, blind und scheu“, attestiert Schlagzeuger Andi Schnitzer. „Generation Goodbye“ ist daher auch als eine Art Befreiungsschlag zu sehen.                                             

 

Mystic Prophecy

Mystic Prophecy haben sich der Musik im Stil von Accept, Judas Priest, Exodus, Forbidden oder Testament verschrieben und gelten schon lange nicht mehr als Geheimtipp. Mit ihrem ihrem kraftvollen und dynamischen Metal haben sie sich in den vergangenen Jahren einen Namen in der weltweiten Metalszene gemacht. Mit ihrem Debütalbum „Vengeance“ (2002) füllten sie eine musikalische Lücke in der Szene und erhielten weltweit gutes Feedback.  Im Zuge der Promo für „Ravenlord“ (2011) übertraf die Band als Co-Headliner der erfolgreichen und oftmals ausverkauften „Wolfsnächte“-Tour mit Powerwolf alle Erwartungen und setzte ihren Siegeszug bei Festivals wie dem Metalfest, dem Summer Breeze oder Prog Power fort.  Nach fast zwei Jahren Pause meldeten sich die Power-Metaller mit ihrem neunten  Album „War Brigade“ zurück.  Die Band kennt erneut kein Erbarmen und kredenzt mächtige Hymnen wie „The Cruxifix“, „The Devil is Back“ oder „Metal Brigade“, welche in keiner Playlist eines Metalheads fehlen sollten. Diese Songs müssen sich definitiv nicht hinter Klassikern wie „Ravenlord“ oder „KillHammer“ verstecken.                                                                                

 

Rebellion

Nach ihrem Weggang von Grave Digger gründeten Tomi Göttlich und Uwe Lulis (jetzt Accept) 2000 die Band Rebellion. Rebellion bieten ausgereiften, homogenen und spannenden Power Metal, der bislang sieben erfolgreiche Alben hervor brachte. Das aktuelle Werk „Wyrd Bið Ful Aræd – The History Of The Saxons“ stammt von 2015. Die Band strotzt trotz einiger Besetzungswechsel vor Energie, das neue Album wird Anfang 2017 in Angriff genommen und voraussichtlich noch im Herbst 2017 erscheinen. So darf beim Metal Crash auf einiges neues Material gehofft werden.

 

Spitefuel

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne – eine Redensart, welche die süddeutschen Heavy-Rocker von SpiteFuel nicht nur verinnerlicht, sondern für deren Umsetzung auch keine Zeit verschwendet haben. Anfang 2016 aus „Strangelet“ hervorgegangen, haben sich deren Ex-Mitglieder Stefan Zörner, Tobias Eurich und Finn Janetzky schnell mit den Ex-Devil-Mitgliedern Timo Pflüger und Björn Hessemüller komplettiert, um quasi nahtlos dort weiter zu machen, wo man mit dem überaus erfolgreichen „Strangelet“-Debüt „First Bite“ aufgehört hat. Nach dem ersten Lebenszeichen unter neuem Banner mit der mittlerweile ausverkauften Single „Never Surrender“ folgten unzählige energetische Live-Shows unter anderem mit Bonfire.  Mit „Sleeping with Wolves“ legten die Jungs nun am Ende eines ereignisreichen Jahres noch einmal gehörig nach. Mit dem Titeltrack zugleich der erste Song aus dem im Frühjahr 2017 erscheinenden und mit Spannung erwarteten Album „Second to None“ vor und zeigt einen musikalischen Reifegrad, welcher schon jetzt ein „Album des Jahres“ verspricht. Fast epische Melodien treffen auf trockene und beinhart rockende Riffs, mächtige melodische Refrains harmonieren mit einer durchdachten, facettenreichen Gitarrenarbeit.

 

Mercury Falling

Die fünf Jungs von Mercury Falling aus Fulda sind nun schon seit 1997 dabei. Daniel Galmarini, Tobias Galmarini, Maicel Panitz und Paul Viertel spielen eine exzellente Kombination aus Heavy Metal und Dark Melodic Rock. Zudem hat man mit Michael Pabst einen begnadeten Sänger dabei, der dem Sound der Band einen besonderen Kick verleiht. In der fast 20 Jahre langen Bandhistorie konnte man bereits mit einigen namhaften Bands zusammen auftreten. Zudem brachte man drei Alben auf den Markt: „Panta Rhei“ (2003), „Human Nature“ (2006) und „Into the Void“(2012). Das neue und vierte Album „Introduction“ erschien nach langer Wartezeit im Frühjahr 2016. Es stellt das bisher facettenreichste Album der Fuldaer dar und enthält zehn Songs, die von harten Metal-Krachern über verspielte Heavy-Rock-Nummern bis zu balladesken Songs reichen. Gekrönt wird der Silberling vom 20-minütigen, epischen Titeltrack „Introspection“, der die gesamte musikalische Bandbreite der Band hervorragend darstellt. Das Album vereint die Stärken dieser Band: Vielseitigkeit, unglaubliche Vocals und einprägsame Refrains energetische Power und gefühlvolle Melodien.                                                          

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.