Cover: Kilroy - Indroducing Kilroy
Cover: Kilroy - Indroducing Kilroy

Mein erster Blick auf das Cover der CD sagt mir irgendwie, dass der Sound der Jungs aus Schweden ziemlich retro klingen muss. Waren bunte Kreise als Muster nicht in den 60er Jahren modern? Und genau wie ich vermutet habe, ist die Musik von „Kilroy“ in den 60er Jahren verankert. Laut Pressetext spielen sie „60’s Rock’n’Roll Mod Beat Garage Soul Up Tempo Rythm’n’Blues“ – bitte was?! Bis zum „Beat“ kann ich da vollkommen zustimmen und „Mod“ ist ein Stil, der hauptsächlich in Großbritannien in den frühen und mittleren 60er Jahren präsent war. Bands dieser Zeit waren z.B. The Who, The Small Faces, The Yardbirds und The Kinks. Wir dürfen uns hier also auf rockige Beatmusik im Stil der 60er Jahre freuen und ich denke das kann man als Stilbeschreibung ruhig so stehenlassen.

Bisher eroberten die Jungs von „Kilroy“ große Teile Europas, inklusive UK und es geht weiter – bis alle Welt von der Band weiss. Ihre Musik ist hauptsächlich zum Feiern da und wer bei einem Konzert noch nicht angefangen hat zu tanzen, der wird von der Band innerhalb kürzester Zeit dazu gebracht. Und das ist ein Versprechen und keine Drohung…

Tracklist:

01. She’s Mine
02. Lake Orangatanga
03. Falling Forward
04. Smiling Faces
05. Heart of Stone
06. Golden Days
07. Cold & Blue
08. Question Mark?
09. What Could It Be?
10. The Ballade of Johnny Cool-Guy & The Chainsaw Girl
11. Ain’t the Weather Nice
12. Velvet

Hier wird schnell klar, dass die Musik der Beatles & Co. noch lange nicht „out“ ist. Die Hysterie, die die Beatles zu ihrer Zeit ausgelöst hatten ist zwar nicht mehr die Gleiche, aber dennoch finden sich für diese Art von Musik noch genügend Anhänger. Das Auftreten der Jungs und die Gestaltung des Covers schaffen es, den Hörer schonmal in die richtige Stimmung zu versetzen und sobald die Play-Taste gedrückt ist und die Orgelklänge aus den Boxen dröhnen gibt es kein Halten mehr. Der charakteristische mehrstimmige Gesang darf natürlich bei dieser Art von Musik nicht fehlen und schon der Opener „She’s Mine“ zeigt, dass sich die Schweden wirklich bemüht haben, beim Sound so authentisch wie möglich zu bleiben. Ab da geht es steil bergauf und man wird teilweise an „The Who“ oder auch an „The Small Faces“ erinnert – was sicherlich Absicht war. Aber auch der Rock’n’Roll kommt nicht zu kurz. Bei „What Could It Be“ wird straight gerockt und die Beatmusik wird dabei mal aussen vor gelassen. Wenn der Sound insgesamt nicht so gut produziert und lupenrein klingen würde, dann könnte man wirklich glauben, man hätte eine gute alte Vinyl-Platte aus den 60er Jahren aufgelegt.

Die CD macht echt Laune und man darf nun selbst entscheiden, ob man offen für neuere Interpretationen der 60er jahre Musik ist oder ob man sich lieber bei den Platten der Vorbilder aus dieser Zeit bedient. Ich bin der Meinung, dass wir die guten alten Songs aus dieser Zeit eh schon in und auswendig kennen und dass es langsam mal Zeit wurde, dass etwas Neues auf den Markt kommt. Alle Fans der Beatles, The Kinks, The Who und The Small Faces werden sich schnell für „Kilroy“ begeistern können. 9/10 Punkte.

Ihr könnt Euch das Album übrigens auf der MySpace Seite von Kilroy kostenlos herunterladen. Und wenn Ihr die Band unterstützen wollt, dann kauft Euch doch das Album mit Hilfe der dort angegebenen Kauflinks.

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