Cover: Frei.Wild - Feinde Deiner FeindeNein, ich konnte mich nie mit Frei.Wild anfreunden, ganz unabhängig von irgendwelchen politischen Vorwürfen (so seltsam es mir auch erscheint, wenn jemand Mitglied einer Partei ist, deren Ziele er dann als „alles andere als toll“ bezeichnet) – mir gibt deren Musik und das einfach nix. Geschmackssache. Aber zumindest konnte mich die Band heute mal zum Lachen bringen: Statt sich zu freuen, dass Ihr aktuelles Album „Feinde Deiner Feinde“ auf Platz 2 in den Charts eingestiegen ist, wird rumgejammert und einer auf „Die sind alle so böse zu uns“ gemacht…

Seit einigen Jahren werden die Charts nicht mehr auf Grundlage der verkauften Einheiten ermittelt, sondern anhand des Umsatzes. Wenn also Band A zehn CDs für 15 Euro verkauft und Band B elf CDs für 10 Euro, dann steht Band A in den Charts aufgrund des höheren Umsatzes vor Band B – soweit mal sehr stark vereinfacht. Nun haben Schiller, die auf Platz 1 gelandet sind, zwar 12.000 Einheiten weniger verkauft, aber offenbar dank ihrer Premium-Edition den höheren Umsatz erzielt. Bedeutet: Platz 1 für Schiller, Platz 2 für Frei.Wild.

Die meisten anderen Bands hätten nach dieser Nachricht erstmal eine Party geschmissen und einen drauf gemacht. Kann man machen – oder man jammert über die böse Industrie, die einen ja sowieso nur verarschen würde (und die Fans gleich mit) und wittert eine Verschwörung gegen Frei.Wild… och bitte jetzt, muss das wirklich sein? Ist es wirklich so schwer sich einfach mal über einen Erfolg zu freuen, ohne wenn und aber und Mimimi? Und wir brauchen nicht darüber diskutieren, dass 40.000 verkaufte Alben und Platz 2 in der ersten Verkaufswoche ein enormer Erfolg sind, das ist einfach ein Fakt, ob man mit der Musik was anfangen kann oder nicht. Oder muss das sein, weil einfaches Freuen über diesen Erfolg nicht zum Image der Band passen würde? Und das, obwohl der Band die Charts doch angeblich überhaupt nicht wichtig wären…

via Metal Hammer

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