Und plötzlich war Hannes einfach verschwunden!“ Ohne Frage: Dieser Satz beschreibt zumindest den Beginn des J.B.O.-Auftritts in Mannheim perfekt. Aber bevor es zu diesem denkwürdigen Ereignis kam, standen noch andere Ereignisse auf dem Plan. Denn an diesem Abend gab es vor King Kongs Deoroller und noch eine zweite Supportband: Die Supernova Plansmajets. Gehört hatte ich von denen bislang nichts und auch wenn ich den Eindruck hatte, dass die Frontfrau so rein stimmlich nicht ihren besten Tag hatte. Sollte man aber auf jeden Fall im Auge behalten, ist eine spannende musikalische Kombination, die da abgeliefert wurde.

Anschließend waren wieder King Kongs Deoroller auf der Bühne, wobei ich zugeben muss, dass hier nach Magdeburg, Freiberg und Saarbrücken dann doch ein gewisser Gewöhnungseffekt bei mir eingetreten ist. Aber das ist in so einem Fall wohl normal ;) Es bleibt aber auf jeden Fall dabei: Die Deoroller machen Laune und wussten genau, was ihr Job als Support ist und den haben sie richtig gut gemacht. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie auf der Tour mit J.B.O. einige neue Fans einsammeln konnten.

Übergabe des RAFT'16-Logos von Michael Holtschulte an J.B.O. Foto: Andrea Jaeckel-Dobschat
Übergabe des RAFT’16-Logos von Michael Holtschulte an J.B.O.
Foto: Andrea Jaeckel-Dobschat

Bevor dann J.B.O. auf die Bühne kamen, hatten wir noch in kleines Meet’n’Greet Backstage: Michael Holtschulte – tot aber lustig! – kam vorbei und wir zelebrierten die offizielle Übergabe des Logos für das RAFT’16, das diesjährige Rosa Armee Fraktion Treffen in Erlangen im Juli.

Und dann folgte der Auftritt von J.B.O. und die denkwürdige Verschwindenummer von Hannes. Diese wurde glücklicherweise auf Video festgehalten: Und schwups, war Hannes weg. Er hatte sich ein klein wenig beim Abstand zwischen Bühne und Absperrung verschätzt, so dass sein Fuß statt auf der Absperrung in der Luft nach Halt suchte. Und wie allgemein bekannt: Luft hat keine Balken. Zur Beruhigung: Weder Hannes noch seiner Gitarre ist dabei etwas passiert :)

Hannes-verschwindet

Das Konzert litt auch nicht unter dieser unfreiwilligen Zaubershoweinlage. Die Sicht war nach „Grimme Dope Joanna“ ein klein wenig getrübt – die Nebelmaschinen waren offensichtlich stärker als die Lüftung der Alten Seilerei. Das erschwerte ab diesem Zeitpunkt das Fotografieren – zumindest das Fotografieren von anderen Motiven als „Schatten im Nebel“ – ein wenig, tat der Stimmung im Publikum aber keinen Abbruch. Wirklich schade, dass die Explizite Lyrik Jubiläumstour inzwischen vorbei ist. Natürlich kann man sich auf das neue Album und die kommenden Shows freuen und darauf hoffen, dass der ein oder andere Song vom alten Scheiß auch in Zukunft wieder auf der Setlist landet, aber das ganze Album am Stück… das war schon was besonderes.

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