Cover: Driver - Sons Of Thunder
Cover: Driver - Sons Of Thunder

Die Band „Driver“ war in den späten 80er Jahren eine DER Top-Bands im Melodic Heavy Rock-Bereich und ihre 5-Song Demo-EP im Jahre 1990 erntete weltweit Lob und erzielte Kultstatus. Seitdem feilten die beiden Köpfe der Band – Powerhouse Sänger Rob Rock und Gitarrist/Produzent Roy Z – an erfolgreichen Karrieren im Musikbusiness. Sie nahmen mit verschiedenen Bands auf und wirkten bei Projekten wie „Impellitteri“, „Joashua“, „Warrior“, „Avantasia“ und „Axel Rudi Pell“ mit. Rock ist bekannt als einer der wenigen Hard Rock/Metal Sänger mit einer erfolgreichen Solokarriere und Roy ist einer der gefragtesten Metal Produzenten. Er produzierte schon Größen wie Bruce Dickinson, Rob Halford, Judas Priest, Sebastian bach, Rob Rock, Tribe of Gypsies und Helloween.

2008 war das Jahr der Reunion von „Driver“. Rob Rock und Roy Z konnten jetzt das Album veröffentlichen, das sie in den frühen 90ern als Nachfolger des legendären M.A.R.S. Debütalbums „Project: Driver“ veröffentlichen wollten. Alle Tracks wurden neu aufgenommen inklusive fünf Songs, welche erstmalig auf der „Driver“ Demo auftauchten und sieben brandneue Kompositionen. Mit dem original Schlagzeuger Reynold „Butch“ Carlson (Tribe After Tribe, Rob Rock, Kollarbone), Ed Roth am Keyboard (Glenn Hughes, Ronnie Montrose, Rob Halford, Impellitteri) und Aaron Samson am Bass (George Lynch, Rowan Robertson, John 5) ließen „Driver“ ihre eigene musikalische Nische wieder auferstehen. Auch wenn „Sons of Thunder“ das Debütalbum von „Driver“ ist, so ist die Band durch ihre frühe Entstehung schon legendär.

Line-Up:


Tracklist:

  1. Titans of Speed
  2. I’m a Warrior
  3. Fly away
  4. Hearts on Fire
  5. Sons of Thunder
  6. Never give up
  7. Change of Heart
  8. Dark World
  9. Winds of March
  10. Only Love can save me now
  11. Tears that I cry
  12. I believe in Love

Beim Instrumental-Opener „Titans of Speed“ wird mittels Gitarrenriffs und wummernden Drum-Parts ein Autorennen „nachgespielt“. Man kann sich aufgrund der schnellen Gitarrenriffs richtig in das Rennen hineinversetzen und bekommt schon zu Anfang der CD einen Adrenalinschub verpasst. „I’m a Warrior“ ist ein klassischer melodischer Hard Rock Song. Eine überzeugende und fast eingängige Hookline wird mit einem emotionalem Refrain kombiniert und das Songwriting ist wie geschaffen für die warme Stimme von Rob Rock. Etwas weniger Potential hat der Nachfolger „Fly away“, der mit Keyboardklängen aus dem Powermetal-Bereich beginnt und mit seinen harten Gitarrenriffs etwas an „Stratovarius“ erinnert. Der Refrain könnte auch locker zu einer neuen „Avantasia“ passen. Bei „Hearts on Fire“ geht der Gesang ein wenig unter, da die Instrumente schon den Hauptpart eingenommen haben – hier hätte man mehr rausholen können. Der Titeltrack „Sons of Thunder“ kommt als schöner Up-Tempo Kracher daher und würde auch gut zu Manowar passen. Hier wird die Grenze von Hard Rock zu Metal schon etwas überschritten. Der Gesang wirkt hier leider etwas „atemlos“ und man bekommt den Eindruck, als würde Rob Rock versuchen, gegen die Instrumente anzukämpfen. Ich nehme mal an, dass das Ausblenden am Ende nur auf der Promo-CD zu finden ist. In der Ballade „Change of Heart“ wird ordentlich im Schmalztopf gerührt und emotionale Gitarrenparts werden aufgefahren – passend zum sehr melodischen Gesang von Rob Rock, der ihm übrigens besser steht, als wilde Kreischereien in den obersten Oktaven.

Fazit:

Das Album wirkt Songtechnisch schon ein wenig altbacken und die Balladen könnten locker auch von einer Kuschelrock-CD der 90er Jahre stammen. Dennoch ist das Album schon ein gelungenes Hard Rock Album mit einem tollen Songwriting. Die Leistung der Musiker ist allererste Sahne und das Keyboard ist eher seltener zu hören, was mich persönlich aber auch nicht wirklich stört. Insgesamt ein rundes Werk, welches den Hard Rock Markt bereichern und viele Anhänger finden wird. Bleibt zu hoffen, dass „Driver“ nicht auferstanden sind, um so eben mal schnell ein bisschen Knete zu verdienen. 8/10 Punkte.

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