Leichenwetter @Castle Rock 2011Freitag 1.7.2011

17.30-18.10 Leichenwetter
18.30-19.10 Merciful Nuns
19.35-20.35 End of Green
21.00-22.15 Moonspell

Leichenwetter waren die erste Band des Castle Rock 2011. Kurz vorher kamen noch Regenschauer vom Himmel, aber pünktlich zum Festivalbeginn hörte der Regen auf. Leichenwetter sind eine Band aus Iserlohn, die 1996 gegründet wurde. Ihre Texte bestehen aus alten, traditionellen Texten wie Goethe etc. Der erste Song war mir persönlich zu ruhig, danach wurde es aber besser. Ein guter Auftakt für das Festival. Der Platz vor der Bühne war bereits mit Fans gefüllt, die den Klängen der Musik lauschten. Da eine Gitarre verstimmt war, wurde zwischendurch kurzfristig umdisponiert und ein anderer Song mit einer anderen Harmonie gewählt. Egal, die Fans hat es nicht gestört. Als Abschluss des Sets gab es dann ein Cover von „Out of the Dark“. Als dieses angestimmt wurde, ertönte aus dem Publikum „jaaaa mein Song!!“. Immer schön, wenn sich die Fans freuen.
Merciful Nuns @Castle Rock 2011Die nächste Band sagte mir gar nichts: Merciful Nuns waren an der Reihe. Die Bühne war schlicht und leer: kein Backdrop, kein Schlagzeug. Die Musik war für mich nicht so der Hit, es war recht elektronisch, das Schlagzeug kam wohl vom Drumcomputer oder ähnlichem. Der Sänger war ein bisschen sehr von sich überzeugt – oder tat zumindest so. Der Funke sprang allerdings nicht nur bei mir nicht über, denn als die Band zu früh aufhörte und die Bühne verließ, gab es nicht sonderlich viele Forderungen nach einer Zugabe.
End of Green @Castle Rock 2011Die nächste Band – End of Green – war kurzfristig für Zeromancer eingesprungen, da deren Sänger erkrankt war. Hier wurde es wieder rockiger, wobei der zweite Teil des Sets etwas zu ruhig war. Die Stimme von Michael Huber ist schön dunkel und passt perfekt zu ihrem Gothik Rock. Dabei kommt die Band sehr sympatisch rüber. Am Anfang des Auftritts hätte es beinahe einen kleinen Unfall gegeben, da die Jungs vor lauter Eifer fast übereinander gestolpert sind. Der Auftritt machte Lust auf mehr.
Moonspell @Castle Rock 2011Mehr sollte natürlich kommen, denn um 21 Uhr waren Moonspell mit ihrem Set an der Reihe. Allerdings verspätete sich der Anfang hier, dabei war vorher alles pünktlich. Was die Ursache hierfür war, war nicht ersichtlich. Der Freitag war nicht ausverkauft, der Burghof zwar voll, aber da war noch Platz für eine Steigerung. Moonspell hatte ich bisher glaube ich nur einmal auf dem Wacken gesehen (*grübel* ich meine zumindest) und so habe ich mich auf die Portugiesen sehr gefreut. Nach meiner „Arbeit“ im Fotograben ging es dann auch in die erste Reihe, schließlich ist man ja auch Fan. Songs wie Opium, Vampiria und Wolfshade machten Laune und wir feierten die Band ab. Leider musste ich ein bisschen früher gehen und konnte dem letzten Song dann noch von draußen lauschen. Aber den letzten durchgehenden Bus wollte ich wegen 2 Minuten dann doch nicht versäumen.
So ging ein schöner erster Festivaltag zu Ende. Der Freitag ist auf dem Castlerock immer viel zu kurz. Aber eher schafft man es oftmals wegen der Arbeit auch nicht und um 23 Uhr muss die Musik verstummen, so dass 4 Bands schon genau richtig sind für den ersten Tag.

Die Fotos vom ersten Tag gibt es hier.


Samstag, 2.7.2011

13.00-13.40 Stahlmann
14.05-14.45 Golden Apes
15.10-15.55 Lord of the Lost
16.20-17.05 Van Canto
17.30-18.40 Crematory (eigentlich Megaherz)
19.05-20.15 Megaherz (eigentlich Crematory)
20.45-22.15 Oomph!

Golden Apes @Castle Rock 2011Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln habe ich ja öfter mal Pech, so auch am Samstag. Von Stahlmann konnte ich auf dem Weg zum Schloss Broich noch die letzten Klänge hören, aber den Auftritt habe ich leider verpasst. Mist. Schon das zweite Mal dieses Jahr.
Danach waren die Golden Apes dran. Ganz überzeugen konnte mich ihr Auftritt aber nicht, der Funke sprang nicht ganz über, die Musik war mir zu lahm. Ihr Set bestand aus 8 Songs, angefangen mit „Devil“ und endete mit „Happy Losers“ von ihrem ersten Album „Stigma 3:am“.
Lord of the Lost @Castle Rock 2011 Lord of the Lost bildeten dazu schon mal eine deutliche Steigerung, denn sie haben gut gerockt. Die noch relativ junge Band (gegründet 2007) überzeugte mich mit ihrem Dark Rock. Mal wieder eine neue Band auf einem Festival entdeckt. Spaß hatten sie auch sichtlich bei der Sache. „Dark“ ist nicht nur ihre Musik, sonder auch ihre Erscheinung: zu den klassisch schwarzen Klamotten haben sie sich kurzerhand auch noch teilweise schwarz angemalt. Jedem das seine… ;) Später waren sie dann noch am Merchandise-Stand und haben Autogramme gegeben und Fotos mit ihren Fans gemacht. Wobei das fast alle Bands auf dem Castle Rock machen. Das ist immer sehr schön und bei der familiären Atmosphäre auch kein Problem. Zu viel Andrang gab es bisher nie.
Van Canto @Castle Rock 2011Danach kam dann mein absolutes Highlight des Festivals: Van Canto. Hurra! Für mich war die Arbeit im Fotograben -wie immer bei Van Canto- eine Geduldsprobe, denn am liebsten hätte ich noch mehr mitgesungen, getanzt und gebangt. Aber schöne Fotos mussten schließlich erst einmal her. Danach gab es für mich aber kein Halten mehr, Haare auf und ab dafür. Wer bei Van Canto still steht ist selber schuld. Das rockte mal wieder wie sau. Und sie haben mal wieder den Titelsong zu Ronja Räubertochter im Programm gehabt. *freu* Außerdem im Set dabei: One to ten, Rebellion, Muppets (Master of Puppets und The Mission als Medley), Primo Victoria (Sabaton Cover), Wishmaster, Lost forever, To sing a Metal Song und Fear of the Dark. Ich weiß, eines habe ich meine ich vergessen, aber ich komme nicht mehr drauf. Egal. Jedenfalls ein tolles Set, natürlich vieeeel zu kurz, aber so ist das leider auf Festivals. Da ist die Zeit begrenzt.
Crematory @Castle Rock 2011Eigentlich hätten nun Megaherz spielen sollen. Doch die standen im Stau und waren erst so spät eingetroffen, dass Crematory kurzerhand mit ihnen den Slot getauscht haben. So ging das Festival ohne allzu große Pausen weiter. Nach dem großartigen Auftritt von Van Canto hatten es Crematory (zumindest bei mir) etwas schwer, wobei mir ihr Gothik-Rock an sich gut gefallen hat. Wer noch kein Album von Creamatory hat, dem sei die am 26.11.2011 erscheinende Doppel-Best-Of „Black Pearls“ ans Herz gelegt, auf der unter anderem die von ihnen auf dem Castle Rock gespielten Songs „Infinity“, „Sense of time“, „Temple of love“ oder „The Fallen“ enthalten sind.
Megaherz @Castle Rock 2011Nun waren Megaherz auch angekommen und für den Auftritt vorbereitet. Jetzt wurde wieder gut gerockt, ich mag ja die Musik von Megaherz. Vor allem natürlich „Miststück“, bzw. generell die härteren Songs. „Heuchler“ ist ziemlich cool und als Abschluss „Beiß mich“ natürlich klasse. Band wie Publikum hatten sichtlich viel Spaß und Lex hat sich dann noch durch das Publikum tragen lassen. Ein gelungener Auftritt.
Der Headliner des Abends waren Oomph!, die eigentlich um 20.45Uhr hätten anfangen sollen. Allerdings hatte sich alles schon ein wenig nach hinten verschoben, so dass es ungefähr eine halbe Stunde später los ging. Oomph! hatten mich ja auf dem Blackfield Festival damals überzeugt, daher hab ich mich schon auf den Auftritt gefreut. Oomph! @Castle Rock 2011Nicht alle Lieder finde ich so richtig gut, im ersten Teil der Setlist war „Fieber“ mein Lieblingssong. Wobei „Siehst Du das weiße Licht“ auch nicht schlecht und „Sex hat keine Macht“ ja auch sehr bekannt ist. Ein Akustik-Teil ist ja nett und schön, aber bremste ein wenig aus. Ich bin bei Konzerten meist mehr für volle Power. Die gab es dann aber im zweiten Teil, so richtig schön was auf die Ohren mit allen meinen Lieblingssongs: „Niemand“, „Labyrinth“, „Gott ist ein Popstar“ und „Augen auf“. Komplettiert wurde das Set durch „Sandmann“. Zum Glück wurde ich an diesem Tag mitgenommen, denn früher gehen war bei dem fetten Schlußteil nun wirklich nicht drin. Ein absolut gelungener Auftritt, ein toller Abschluss des Abends und somit des Castle Rock Festivals 2011!

Die Fotos vom zweiten Tag gibt es hier.

Fazit:

Festivals auf dem Schloss Broich sind immer toll: es ist nicht zu voll, die Stimmung ist gut und es ist einfach gemütlich und familiär. Man hat keinen Stress, man ist einfach da. Die Organisation ist toll (OK, die Pfandmarken finde ich persönlich blöde, aber wahrscheinlich geht es dann am Getränkestand schneller), es ist nicht so groß und man trifft viele alte Bekannte. Und das nicht nur im Publikum, denn auch unter den Fotografen ist das irgendwie so was wie ein „Familientreffen“. Einige sehe ich immer nur beim Castle Rock und beim Burgfolk und so gibt es dann auch immer was zu erzählen. Eines kann ich aber nicht verstehen: wenn es dann schon so voll im Fotograben ist (und das war es wirklich, der ist ja nicht groß, daher wurde die Gruppe hinterher auch geteilt und dann für je 2 Songs in den Graben gelassen), warum müssen einige dann noch ihre Taschen und Rucksäcke mit der Fotoausrüstung mit in den Graben nehmen? Alle anderen lassen die Sachen ja auch bei der Security, schließlich stören sie einen selber eher bei der „Arbeit“. Das hat echt genervt. Diese Kollegen waren anscheinend noch nicht so oft auf dem Castle Rock (wir kannten sie auch nicht).

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