Cover: Beangrowers - Not In A Million Lovers
Cover: Beangrowers - Not In A Million Lovers

Der Horizont der Europäischen Musikszene breitet sich immer weiter aus und dahinter findet man die „Beangrowers“ aus Malta. Die „Beangrowers“ sind bekannt für ihren Mix aus Gitarren-basierten Pop und verschnörkeltem Keyboard Sound. „Not In A Million Lovers“ ist das vierte Album der Band um Frontfrau Alison Galea. Vor einigen Jahren hatte die Mitte der 90er gegründete Band schon einmal die Gelegenheit, sich in Deutschland ihre Fangemeinde zu erspielen. Ihr Video rotierte auf VIVA und MTV Central, während sie mit den „Tindersticks“, „Stereophonics“, „dEUS“ und „Trash Can Sinatras“ tourten. Ihre Musik wurde sogar für den Film „Land Of Plenty“ von Wim Wenders verwendet. Ihr 1999 veröffentlichtes Album „48k“ schaffte es mit seiner Singleauskopplung in die Top 20 der deutschen Alternativ-Charts. Die „Beangrowers“ sind also kein unbeschriebenes Blatt – schade nur, dass ihr Name in Deutschland eher verblasst ist. Jetzt stehen sie aber mit ihrem aktuellen Album „Not In Million Lovers“ wieder in den Startlöchern. Vielleicht gelingt es ihnen ja jetzt, ihren Namen in Deutschland dauerhaft zu verbreiten.

Line-Up:

Tracklist:

  1. Quaint Affair
  2. Untitled Forever
  3. Not In A Million Lovers
  4. Love Can Do You No Harm
  5. Ours Is A Small Flat
  6. Available
  7. Captain Darling
  8. The Interlude
  9. Depths Of Bavaria
  10. Machine
  11. Good Band Bad Name
  12. Like Ken
  13. Life’s A Bitch Then She Sings In Your Band

Es ist eine große Kunst, melancholisch anmutende Songs nicht pessimistisch kingen zu lassen. Die gewisse Eingängigkeit des Indie-Rocks ist es, was die Musik der „Beangrowers“ so besonders macht. Hier wird nicht einfach draufgehauen und losgerockt und man hat auch nicht das Gefühl, die Band würde um ihr Leben rennen – hier hat man sich beim Songwriting und bei den Arrangements mächtig angestrengt. Die Band hat die letzten Jahre genutzt, um sich musikalisch weiter zu entwickeln. Diesen Zug verpassen viele Bands – die „Beangrowers“ schaffen es aber, ihre Songs noch ausgereifter klingen zu lassen. Der Gesang von Alison Galea ist sanft, aber dennoch betont und hat einen ähnlich betörenden Touch wie ihn Nina Persson von den „Cardigans“ und Dolores O’Riordan von den „Cranberries“ schon hatten. Alison versucht in ihrem facettenreichen Gesang aber nicht abzukupfern, sie liegt irgendwie dazwischen und schafft es, den Hörer zu fesseln. Einen Lieblings-Song habe ich nicht, aber jeder der 13 Songs weiss zu überzeugen. Abwechslung und Frische stehen hier an der Tagesordnung und Indie-Fans sollten das Album unbedingt antesten. Die passende Musik für Herbsttage, wenn man das Haus mal nicht verlassen kann und es sich auf dem Sofa gemütlich machen will. 9/10 Punkte.

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