Cover: Baby Grace - The divine principle of Dancecore
Cover: Baby Grace - The divine principle of Dancecore

The divine principle of Dancecore: Man nehme eine verzerrte Metal-Gitarre, ein knalliges HipHop-Schlagzeug, einen fetten Rockbass und vermische dies mit einer kehligen Soulstimme. Heraus kommt eine schwer definierbare tanzbare Hardcoremetalrockpopmischung, derer man nur mit der Kreation des Begriffs Dancecore habhaft wird.
So beschreibt die Band „Baby Grace“ ihr Album. So merkwürdig wie die Mischung sich liest, so hört sie sich auch an.
Bevor ich aber zu dem aktuellen Album komme, kurz etwas zur Band.
„Baby Grace“ wurde von Florian Deutsch gegründet. Vor einigen Jahren hat er eigentlich nur ein bisschen mit seinen echten
und elektronischen Drums ein bisschen was zusammengemischt. Durch Zufall kam dann 1998 Georg Palm dazu, der ein paar Gitarrenriffs dazusteuerte. Vera Schaarschmidt sang dann für ein Stück noch die Vocals und fertig war die erste CD Belive it
Danach war es erst mal ruhig um das Projekt. Nach einem Jahr jedoch kamen wieder Gespräche bezüglich „Baby Grace“ und einer neuer CD auf.
Man wollte allerdings kein so elektronisches Album mehr machen, wie Belive it es war. Des weiteren wollten sie auch mit dieser Band dann auf Tour gehen. Somit holte man sich dann noch Wilhelm Tümmers für den Bass hinzu und Julita Elmas, die Vera Schaarschmidt bei den Vocals ersetzte. Fertig war die neue Band und die Arbeiten an dem neuen Album The divine principle of Dancecore konnten beginnen.

Line-Up

Tracklist:

  1. Public Purgatory
  2. God Is
  3. The Chosen Ones
  4. Inverted Inquisition
  5. Trouble Kid
  6. Gemini
  7. P.O.W.
  8. Unreproachful Giver
  9. Killing Gods
  10. Time Of The Beggars

Der Name des Albums ist erst mal schon etwas verwirrend. The divine principle of Dancecore Frei übersetzt bedeutet das soviel wie „Die göttlichen Grundregeln des Dancecores“. Hört sich schon mal nach irgendwas Elektronischem an. Davon bin ich ja nicht unbedingt Fan.
Nachdem ich allerdings das Album einmal hab durchlaufen lassen, muss ich sagen, dass dort weniger elektronischer Sound drin ist, als ich erst gedacht hab. An einigen Stellen hört man wohl ein Keyboard, aber ansonsten gibt es Gitarren- und Basssound, den man mehr aus Richtung Heavy Metal kennt.
Ich habe mir dieses Album nun schon sehr oft angehört. Warm werde ich aber trotzdem damit nicht. Die Mischung Heavy Metal im Sound und Soul im Gesang passt irgendwie nicht. Der tiefe, soulige Gesang von Julita ist sehr gut, passt aber nicht zur Musik. Somit bleibt auch irgendwie nichts haften. Kein Ohrwurm, kein Hit, wo man sagen kann: „Das ist richtig klasse“.

Fazit: Das Album ist ein interessantes Projekt. Gute Gitarren- bzw. Bassriffs und Solos und überzeugende Drums auf der einen Seite und eine sehr gute Soul-Stimme auf der anderes Seite. Es gibt ja eigentlich nichts dran auszusetzen, allerdings funktioniert das Zusammenspiel meiner Meinung nach überwiegend überhaupt nicht.
Eine Empfehlung gebe ich für diese CD nur denen, die mal etwas anderes probieren wollen und Spass am Experimenten hat. Alle anderen sollten sich erst mal ein Bild anhand der Soundschnippsel auf deren Homepage machen.

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